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Pflegegrad beantragen: Unterlagen und Vorbereitung

„Dafür müssten Sie einen Pflegegrad beantragen“ — diesen Satz haben Sie jetzt zum dritten Mal gehört. Aber wo eigentlich, was braucht man dafür, und was passiert danach?

Was jetzt wirklich wichtig ist

Der Antrag selbst ist einfach: ein Anruf bei der Pflegekasse genügt. Entscheidend ist die Vorbereitung auf das, was danach kommt — die Begutachtung. Und: Das Antragsdatum zählt rückwirkend für die Leistungen.

Die nächsten Schritte

1Formlos beantragenAnruf bei der Pflegekasse (bei der Krankenkasse): „Ich beantrage Leistungen der Pflegeversicherung.“ Datum notieren.
2Formular in Ruhe ausfüllenDie Kasse schickt Unterlagen. Nichts beschönigen, Kopie behalten.
3Pflegetagebuch führen1–2 Wochen den Alltag notieren: Waschen, Anziehen, Essen, Nächte, Orientierung.
4Unterlagen sammelnArztberichte, Medikamentenplan, Krankenhausberichte, Liste der Hilfsmittel.
5Begutachtung vorbereitenAngehörige unbedingt dabei; es zählt der normale Alltag, nicht der beste Tag.
6Bescheid prüfen lassenInnerhalb von ca. 25 Arbeitstagen kommt der Bescheid. Bei zu niedriger Einstufung: ein Monat Zeit für den Widerspruch.

Was häufig vergessen wird

  • Auch ohne Diagnose kann ein Pflegegrad bestehen — es zählt die Selbstständigkeit im Alltag.
  • Das Pflegetagebuch ist das stärkste Dokument der Begutachtung.
  • Bei akutem Bedarf (z. B. nach Klinik) nach dem Eilverfahren fragen.
  • Der Antrag kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Zum Ausdrucken: Unterlagencheck Pflegegrad

Alle Schritte als Checkliste zum Abhaken — kostenlos, ohne Anmeldung.

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Wann externe Fachberatung nötig ist

Kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI bieten Pflegekassen und Pflegestützpunkte. Rechtliche Bewertung eines Bescheids gehört zu Sozialverbänden (VdK, SoVD) oder Fachanwälten.

Vom Wissen zum Plan

Die Checkliste hilft Ihnen beim Einstieg. Im persönlichen FamilienPlan übertragen wir die Schritte auf Ihre konkrete Situation und ordnen Aufgaben, Fristen und Zuständigkeiten.

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