Das Pflegetagebuch.
Bei der Begutachtung zählt, wie viel Hilfe im Alltag wirklich nötig ist — nicht, wie es an einem guten Tag aussieht. Wer eine oder zwei Wochen mitschreibt, geht sicherer und mit den richtigen Beispielen ins Gespräch.
Füllen Sie die Vorlage direkt am Bildschirm aus oder drucken Sie sie leer aus und schreiben von Hand. Notieren Sie über ein bis zwei Wochen, wobei Ihr Angehöriger Unterstützung braucht — ehrlich und mit konkreten Beispielen.
Ehrlich statt beschönigt
Aus Stolz wird der Alltag oft besser dargestellt, als er ist. Aufgeschriebene Beispiele halten die Realität fest.
Konkret statt allgemein
„Braucht Hilfe beim Waschen" wirkt schwächer als „Morgens 20 Min. Hilfe beim Duschen, mehrfach erinnert".
Vollständig statt lückenhaft
Auch nächtliche Unruhe, Weglauftendenz oder Erinnern an Medikamente zählen — leicht zu vergessen.
Sicher im Termin
Mit dem Tagebuch in der Hand vergessen Sie im Gespräch mit dem Medizinischen Dienst nichts Wichtiges.
Pflegetagebuch
Familien-Navigator| Datum / Uhrzeit | Situation / Tätigkeit | Welche Hilfe war nötig? | Dauer | Besonderheiten | |
|---|---|---|---|---|---|
- Bewegung: Aufstehen, Gehen, Treppen, Sturzgefahr
- Erinnern & Orientierung: Zeit, Ort, Personen
- Verhalten: Unruhe, Abwehr, nächtliches Umherlaufen
- Körperpflege: Waschen, Duschen, Zahnpflege, Anziehen
- Ernährung: Essen zubereiten, ans Trinken erinnern
- Medizin: Medikamente, Verband, Arzttermine
- Toilette & Kontinenz
- Kontakte & Beschäftigung, Tagesstruktur
Tipp: Notieren Sie auch, wie oft Hilfe nötig war und ob Sie mehrfach erinnern oder beaufsichtigen mussten. Genau das fließt in die Pflegegrad-Bewertung ein. Mehr dazu: So läuft der Pflegegrad-Antrag.
Wir bereiten die Begutachtung mit Ihnen vor — damit der Pflegegrad zur Realität passt.
Was zählt, worauf es ankommt, und wie Sie nichts vergessen.
Schritt für Schritt vorbereiten →