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Alle Versorgungsformen

Betreuung & Versorgung — alle Wege im Überblick.

Ob Hilfe zu Hause, ein warmes Essen, Betreuung tagsüber, rund um die Uhr oder eine medizinische Spezialversorgung: Hier finden Sie jede Form ehrlich erklärt — was sie leistet, für wen sie passt und wer sie bezahlt. Ohne Fachchinesisch, ohne Schönfärberei.

Vier Wege
Zu HauseTagsüber & auf ZeitRund um die Uhr & WohnenSpezialversorgung
Zuerst sortieren, dann suchen

Sie müssen nicht alles auf einmal kennen.

Welche Versorgung passt, hängt von Ihrer Lage ab — nicht von einem Katalog. Die kostenlose Orientierung fragt ein paar ruhige Fragen und zeigt Ihnen genau die Form, die zu Ihrer Situation passt. Diese Seite ist das Nachschlagewerk dazu.

Weg 1

Unterstützung zu Hause.

Damit der Alltag zu Hause länger gut gelingt — von der Pflege bis zum warmen Mittagessen.

Pflege & Hilfe zu Hause

Ambulanter Pflegedienst

Fachkräfte kommen nach Hause — für Körperpflege, Medikamente, Verbände und pflegerische Hilfe, auch stundenweise. Bezahlt über die Pflegesachleistung des Pflegegrads.

Nicht-medizinisch

Stundenweise Alltags- & Haushaltshilfe

Haushalt, Einkäufe, Begleitung, Gesellschaft — Unterstützung ohne Pflegehandgriffe. Finanzierung: mit Pflegegrad über den Entlastungsbetrag (131 € / Monat), wenn der Anbieter nach Landesrecht anerkannt ist.

Gut zu wissen: Nur anerkannte Angebote werden von der Pflegekasse erstattet — danach vor dem Start fragen.
Täglich warm

Essen auf Rädern

Ein warmes Mittagessen kommt täglich nach Hause — oft auch am Wochenende. Anbieter: Malteser, Johanniter, DRK, ASB, Caritas und lokale Menüdienste.

Ehrlich: Die Pflegekasse zahlt die Mahlzeiten nicht direkt. Bei geringem Einkommen kann die Grundsicherung einen Teil übernehmen.
Sicherheit

Hausnotruf

Ein Knopf am Handgelenk oder als Kette — auf Druck ist rund um die Uhr eine Zentrale erreichbar. Gibt Sicherheit, besonders bei allein lebenden Menschen. Mit Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten (Pflegehilfsmittel).

Weg 2

Betreuung tagsüber & auf Zeit.

Entlastung für Stunden, Tage oder Wochen — damit Sie durchatmen können und die Versorgung trotzdem sicher ist.

Tagsüber betreut, abends zu Hause

Tagespflege

Ihr Angehöriger verbringt den Tag in einer Einrichtung — mit Betreuung, Mahlzeiten, Beschäftigung und oft Fahrdienst. Eine eigene Leistung, die nicht auf Pflegegeld angerechnet wird.

Zur ausführlichen Tagespflege-Seite
In der Nacht

Nachtpflege

Betreuung in den Nachtstunden — für Menschen, die nachts unruhig sind oder Aufsicht brauchen, damit die Familie schlafen kann. Seltener angeboten; läuft ebenfalls über die teilstationäre Pflege.

Wenn die Pflegeperson ausfällt

Verhinderungspflege

Sind Sie krank, im Urlaub oder brauchen eine Pause, zahlt die Pflegekasse eine Ersatzpflege — durch einen Dienst, Nachbarn oder Angehörige. Ein eigenes Jahresbudget ab Pflegegrad 2.

Vorübergehend vollstationär

Kurzzeitpflege

Ein Heimplatz auf Zeit — z. B. nach dem Krankenhaus oder in einer Übergangsphase. Eigenes Budget der Pflegekasse.

Tipp: Plätze sind knapp — früh und bei mehreren Häusern gleichzeitig anfragen.
Weg 3

Rund um die Uhr & neues Wohnen.

Wenn zu Hause allein nicht mehr reicht — von durchgehender Betreuung bis zum Umzug in eine Gemeinschaft.

Live-in im eigenen Zuhause

24-Stunden-/Live-in-Betreuung

Eine Betreuungskraft — häufig aus Mittel- oder Osteuropa — lebt im Haushalt und unterstützt bei Alltag, Hauswirtschaft und Gesellschaft. Ein Modell, das vielen Familien das Zuhause erhält. Pflegegeld, Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege können einen Teil tragen.

Ehrlich & wichtig: Das ist Betreuung, keine medizinische Behandlungspflege (die übernimmt bei Bedarf zusätzlich ein Pflegedienst). „24 Stunden“ meint Anwesenheit, nicht 24 Stunden Arbeit. Achten Sie auf ein sauberes, legales Modell (Entsendung oder Arbeitgebermodell), Mindestlohn und Sozialversicherung.
Gemeinschaftlich wohnen

Betreute Wohngruppe / Pflege-WG

Mehrere Menschen leben zusammen und teilen sich Betreuung und einen Pflegedienst — familiärer als ein Heim, mit mehr Selbstbestimmung. Es gibt einen eigenen Wohngruppenzuschlag der Pflegekasse.

Dauerhaft vollstationär

Pflegeheim

Wenn die Versorgung zu Hause nicht mehr sicher möglich ist: rund um die Uhr Betreuung und Pflege in einer Einrichtung. Die Pflegekasse zahlt einen festen Zuschuss, den Rest trägt die Familie bzw. bei Bedarf die Sozialhilfe.

Weg 4

Medizinische Spezialversorgung.

Formen mit ärztlicher Grundlage — hier lotsen wir, statt zu behandeln.

Bei Beatmung & intensivem Bedarf

Außerklinische Intensivpflege

Bei Beatmung, Trachealkanüle oder anderem intensivpflichtigem Bedarf übernimmt ein spezialisierter Intensivpflegedienst die Versorgung — zu Hause oder in einer Pflege-Wohngemeinschaft. Grundlage ist eine ärztliche Verordnung (außerklinische Intensivpflege nach § 37c SGB V); die Krankenkasse prüft und genehmigt.

Ehrlich: Das ist eine medizinische Spezialversorgung — wir begleiten das Organisieren (Verordnung, passender Dienst, Kasse), leisten sie aber nicht selbst.
Am Lebensende würdevoll begleitet

Palliativ- & Hospizversorgung

Bei schwerer, fortschreitender Erkrankung steht Lebensqualität im Vordergrund — durch Schmerzlinderung und Begleitung. Zu Hause über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), ambulante Hospizdienste oder ein stationäres Hospiz. Auf ärztliche Verordnung, weitgehend von der Kasse getragen.

Umbau & Hilfsmittel

Wohnraumanpassung & Pflegehilfsmittel

Ein bodengleiches Bad, Haltegriffe, ein Treppenlift oder ein Pflegebett halten das Zuhause sicher und nutzbar. Die Pflegekasse bezuschusst wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und stellt Pflegehilfsmittel.

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