Betreuung & Versorgung — alle Wege im Überblick.
Ob Hilfe zu Hause, ein warmes Essen, Betreuung tagsüber, rund um die Uhr oder eine medizinische Spezialversorgung: Hier finden Sie jede Form ehrlich erklärt — was sie leistet, für wen sie passt und wer sie bezahlt. Ohne Fachchinesisch, ohne Schönfärberei.
Sie müssen nicht alles auf einmal kennen.
Welche Versorgung passt, hängt von Ihrer Lage ab — nicht von einem Katalog. Die kostenlose Orientierung fragt ein paar ruhige Fragen und zeigt Ihnen genau die Form, die zu Ihrer Situation passt. Diese Seite ist das Nachschlagewerk dazu.
Unterstützung zu Hause.
Damit der Alltag zu Hause länger gut gelingt — von der Pflege bis zum warmen Mittagessen.
Ambulanter Pflegedienst
Fachkräfte kommen nach Hause — für Körperpflege, Medikamente, Verbände und pflegerische Hilfe, auch stundenweise. Bezahlt über die Pflegesachleistung des Pflegegrads.
Stundenweise Alltags- & Haushaltshilfe
Haushalt, Einkäufe, Begleitung, Gesellschaft — Unterstützung ohne Pflegehandgriffe. Finanzierung: mit Pflegegrad über den Entlastungsbetrag (131 € / Monat), wenn der Anbieter nach Landesrecht anerkannt ist.
Essen auf Rädern
Ein warmes Mittagessen kommt täglich nach Hause — oft auch am Wochenende. Anbieter: Malteser, Johanniter, DRK, ASB, Caritas und lokale Menüdienste.
Hausnotruf
Ein Knopf am Handgelenk oder als Kette — auf Druck ist rund um die Uhr eine Zentrale erreichbar. Gibt Sicherheit, besonders bei allein lebenden Menschen. Mit Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten (Pflegehilfsmittel).
Betreuung tagsüber & auf Zeit.
Entlastung für Stunden, Tage oder Wochen — damit Sie durchatmen können und die Versorgung trotzdem sicher ist.
Tagespflege
Ihr Angehöriger verbringt den Tag in einer Einrichtung — mit Betreuung, Mahlzeiten, Beschäftigung und oft Fahrdienst. Eine eigene Leistung, die nicht auf Pflegegeld angerechnet wird.
Zur ausführlichen Tagespflege-SeiteNachtpflege
Betreuung in den Nachtstunden — für Menschen, die nachts unruhig sind oder Aufsicht brauchen, damit die Familie schlafen kann. Seltener angeboten; läuft ebenfalls über die teilstationäre Pflege.
Verhinderungspflege
Sind Sie krank, im Urlaub oder brauchen eine Pause, zahlt die Pflegekasse eine Ersatzpflege — durch einen Dienst, Nachbarn oder Angehörige. Ein eigenes Jahresbudget ab Pflegegrad 2.
Kurzzeitpflege
Ein Heimplatz auf Zeit — z. B. nach dem Krankenhaus oder in einer Übergangsphase. Eigenes Budget der Pflegekasse.
Rund um die Uhr & neues Wohnen.
Wenn zu Hause allein nicht mehr reicht — von durchgehender Betreuung bis zum Umzug in eine Gemeinschaft.
24-Stunden-/Live-in-Betreuung
Eine Betreuungskraft — häufig aus Mittel- oder Osteuropa — lebt im Haushalt und unterstützt bei Alltag, Hauswirtschaft und Gesellschaft. Ein Modell, das vielen Familien das Zuhause erhält. Pflegegeld, Entlastungsbetrag und Verhinderungspflege können einen Teil tragen.
Betreute Wohngruppe / Pflege-WG
Mehrere Menschen leben zusammen und teilen sich Betreuung und einen Pflegedienst — familiärer als ein Heim, mit mehr Selbstbestimmung. Es gibt einen eigenen Wohngruppenzuschlag der Pflegekasse.
Pflegeheim
Wenn die Versorgung zu Hause nicht mehr sicher möglich ist: rund um die Uhr Betreuung und Pflege in einer Einrichtung. Die Pflegekasse zahlt einen festen Zuschuss, den Rest trägt die Familie bzw. bei Bedarf die Sozialhilfe.
Medizinische Spezialversorgung.
Formen mit ärztlicher Grundlage — hier lotsen wir, statt zu behandeln.
Außerklinische Intensivpflege
Bei Beatmung, Trachealkanüle oder anderem intensivpflichtigem Bedarf übernimmt ein spezialisierter Intensivpflegedienst die Versorgung — zu Hause oder in einer Pflege-Wohngemeinschaft. Grundlage ist eine ärztliche Verordnung (außerklinische Intensivpflege nach § 37c SGB V); die Krankenkasse prüft und genehmigt.
Palliativ- & Hospizversorgung
Bei schwerer, fortschreitender Erkrankung steht Lebensqualität im Vordergrund — durch Schmerzlinderung und Begleitung. Zu Hause über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), ambulante Hospizdienste oder ein stationäres Hospiz. Auf ärztliche Verordnung, weitgehend von der Kasse getragen.
Wohnraumanpassung & Pflegehilfsmittel
Ein bodengleiches Bad, Haltegriffe, ein Treppenlift oder ein Pflegebett halten das Zuhause sicher und nutzbar. Die Pflegekasse bezuschusst wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und stellt Pflegehilfsmittel.
Begriffe nachschlagenEinrichtungen & Dienste in der Nähe finden.
AOK-Pflegenavigator
Umkreissuche für ambulante Dienste, Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Pflegeheime — mit Prüfnoten, Leistungen und Kontakt. Kostenlos und für alle Kassen nutzbar, nicht nur für AOK-Versicherte.
- Ambulante Pflegedienste
- Tages- & Nachtpflege
- Kurzzeit- & Verhinderungspflege
- Pflegeheime mit Prüfnoten
Welche Form passt zu Ihrer Situation?
Die kostenlose Orientierung führt Sie in wenigen ruhigen Fragen zur passenden Versorgungsform — und wir klären mit Ihnen, was die Kasse davon trägt.
Kostenlose Orientierung starten →